„Sehende“ Nadel für die Tumorbiopsie: Der Verbund "Neurotax"
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Der Verbund will künftig sichere stereotaktische Eingriffe mit fluoreszenzoptischer und endoskopischer Kontrolle ermöglichen. Bei der stereotaktischen Biopsie werden mit einer Feinnadel Proben aus Hirntumoren entnommen, um sie histologisch und molekularbiologisch zu untersuchen. Bisher ist jedoch das Risiko groß, dass bei der Probenentnahme die Nadel fehlplatziert wird oder Blutungen entstehen. Fluoreszenzoptische Techniken versprechen hier eine Lösung. So wird das Fluorochrom PpIX bereits zur Erkennung von Gehirntumoren bei der offenen Chirurgie eingesetzt. Außerdem sollen beim Eindringen Blutgefäße erkannt werden. Die Fluoreszenz soll nun durch hauchdünne Lichtleiter und Endoskope angeregt und detektiert werden. Dazu erforscht der Verbund fluoreszenzgestützte faseroptische und endoskopische Hilfssysteme, um sie in einen stereotaktischen Aufbau zu integrieren. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die dünnen Durchmesser der neurochirurgischen Instrumente dar. Die optisch bildgeführte Stereotaxie wird eine minimal-invasive, sichere Charakterisierung von Hirntumoren ermöglichen und damit den Behandlungserfolg für Patienten steigern. Über die Neurochirurgie hinaus kann die Technologie auch auf andere Fächer (z.B. Prostata) und auf therapeutische Anwendungen (z.B. Photodynamische Therapie) ausgedehnt werden.
| Verbundname: | Bildgebende Stereotaxie - optische Biopsie zur molekularen Diagnostik in der Neurochirurgie |
| Stichworte: | Fluoreszenz, Biopsie, Hirntumor, Stereotaxie |
| Förderphase: | Tec |
| Laufzeit: | 1.1.2009-31.12.2011 |
| Verbundpartner: | |
| Verbundkoordinator: | Dr. Marcus Götz MRC Systems GmbH 69123 Heidelberg m.goetz@mrc-systems.de 06221/138 0300 06221/138 0301 www.mrc-systems.de |
Fact Sheet des Verbundes (dt./eng.) als Download