Beste Kandidaten für Krebsmedikamente frühzeitig erkennen: Der Verbund "ProMEBS"

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Der Forschungsverbund will die frühzeitige Bewertung neuer Wirkstoffkandidaten erleichtern. Das angestrebte Verfahren soll helfen, die spätere Wirkung der Kandidaten schon während der präklinischen Phase der pharmazeutischen Wirkstofffindung genauer vorherzusagen Insbesondere bei der Entwicklung neuer Krebsmedikamente besteht hierfür großer Bedarf. Die unerwünschten, zelltoxischen Nebeneffekte vieler Kandidaten werden bisher zu spät erkannt. So erreicht nur einer von zehn neuen Krebswirkstoffen aus der klinischen Phase I den Markt. Dies verteuert die Entwicklung und die Endpreise der letztlich erfolgreichen Produkte. Die Verbundpartner planen ein Verfahren, das die Wirkstoffe schon früh in einer möglichst indikationsnahen Umgebung prüft. Hierfür sollen dreidimensionale Lebendzellkultursysteme auf Basis neuartiger Zellsphäroide zum Einsatz kommen. Die gezüchteten Tumorsphäroiden dienen als Modell für Tumoren im lebenden Organismus. Die therapeutische Wertigkeit von Wirkstoffkandidaten soll mithilfe eines effizienten Toxizitätstests sowie dynamischer Langzeitbeobachtungen an den Sphäroiden ermittelt werden. Hierfür liefert ein lichtscheibenbasiertes Fluoreszenzmikroskop hochaufgelöste 3D-Abbildungen. Im Erfolgsfall erhoffen die Verbundpartner eine umfangreiche wirtschaftliche Verwertung im Bereich der onkologischen Wirkstoffforschung. Darüber hinaus eröffnet die Methode nicht nur neue wissenschaftliche Ansätze in der modernen 3D-Zellbiologie, sondern kann mittelfristig auf weitere pharmazeutische Indikationen übertragen werden und somit einen Beitrag zu einem immer effizienteren Wirkstofffindungsprozess leisten. Das BMBF fördert das Verbundprojekt mit 3,4 Millionen Euro, die Industriepartner investieren weitere 2 Millionen Euro.

Verbundname: Neue Grundlagen zur prädiktiven Bewertung von Wirkstoffen mittels 3D-Mikroskopie und Zellsphäroidmodellen
 
Stichworte: Wirkstoffentwicklung, Wirkstoffforschung, Bewertung, Wirkstoffe, 3D-Mikroskopie
 
Förderphase: Biophotonik IV
 
Laufzeit: 01.09.2010 - 31.08.2013
 
Verbundpartner:
  • Bayer Schering Pharma AG
  • SpheroTec GmbH
  • Max-Planck Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik
  • Universität Frankfurt am Main, Frankfurter Institut für die molekularen Lebenswissenschaften
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    Verbundkoordinator: Dr. Stefan Prechtl
    Bayer Schering Pharma AG
    Müllerstr. 178
    13353 Berlin
    stefan.prechtl@bayerhealthcare.com
    030/46814002

    www.bayerhealthcare.com